20.07.2021
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Das WILD UND HUND-Kinderrevier

Kondensstreifen

Kondensstreifen am Himmel sind sogenannte Federwolken.

Kondensstreifen

Bild: PPZV

Sie entstehen in etwa 6 000 bis 10 000 m Höhe, sind meist geradlinig und bestehen aus Eiskristallen. Sie werden auch Zirren genannt.

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Trifft der in Flugzeugabgasen enthaltene Wasserdampf auf feucht-kalte Luft, bilden sich Zirren. (Bild: pixabay.com)
Unter bestimmten Bedingungen könnt ihr den von Flugzeugtriebwerken ausgestoßenen Wasserdampf sehen. Dazu muss die Luft zwischen -35 und -55 °C kalt und feucht sein. Ist die Luft sehr feucht, sind die künstlich erzeugten Wolken richtig lange sichtbar, manchmal für Stunden. Ist sie hingegen trocken, enden die Zirren unmittelbar hinter dem fliegenden Flugzeug. Kondensstreifen können auch entstehen, wenn sonst kein Wölkchen den Himmel trübt. Dann ist die durchflogene Atmosphäre so kalt und feucht, dass sich zwar vom Flugzeug erzeugte Zirren bilden, aber nicht feucht genug, dass natürliche Federwolken entstehen.

Einige Menschen glauben, dass viele der sichtbaren Kondensstreifen sog. Chemtrails seien. So bezeichnen sie angeblich absichtlich in die Atmosphäre abgelassene Chemikalien, die unsere Umwelt und das Klima beeinflussen und uns möglicherweise vergiften sollen. Ein Hinweis dafür sei, dass die weißen Streifen unterschiedlich lange zu sehen seien und verschiedene Muster aufweisen würden. Warum das aber so ist, wisst ihr ja jetzt. Wer detailliertere physikalische Erklärungen zu Kondensstreifen sucht, wird beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) unter dlr.de fündig.


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Kreuzen sich Kondensstreifen, waren 2 Flugzeuge in unterschiedlicher Richtung und Höhe unterwegs. Da in den durchflogenen Atmosphärenschichten verschiedene Windverhältnisse herrschen, können linienförmige Kondensstreifen auch Kurven bekommen. (Bild: pixabay.com)

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Wenn Treibstoff verbrennt, werden Ruß, Wasser, Kohlendioxid und Stickoxide durch die Triebwerke ausgestoßen. (Bild: PPZV)
 

Autor: Petra Wenzel