Obwohl er nicht zur Familie der Spechte zählt, wird er auch Bienenspecht genannt.
Die farbenfrohen Vögel könnt ihr in den Sommermonaten bei uns sehen.

(Bild: Shutterstock.com)
Im Mai kommen die Zugvögel aus ihrem Winterquartier in Afrika und kümmern sich gleich um Nachwuchs. Dafür graben die Paare eine Brutröhre in Steilwände oder Hänge. An deren Ende befindet sich eine Brutkammer, die nicht ausgepolstert wird. Nach rund 20 Tagen schlüpfen nackte Junge. Beide Elternvögel brüten und versorgen die Nestlinge etwa 4 Wochen lang sowie auch noch längere Zeit, nachdem die Jungen flügge geworden sind. Bäume und Sträucher nutzen Bienenfresser zum Schlafen sowie als Sitz- und Jagdwarten. Die Koloniebrüter können sehr gut fliegen. Im Flug erbeuten sie auch ihre Nahrung. Mit einem mit Stacheln bewaffneten Beutetier wie etwa einer Biene fliegen sie zu einer Sitzwarte. Dort töten sie es, indem sie es kräftig auf den Ast schlagen. Dabei leert sich die Giftdrüse des Stachels. Erst danach fressen sie die Beute oder tragen sie den Jungen zu. Etwa im September verlassen die Zugvögel ihr Brutgebiet wieder Richtung Süden.
Steckbrief
Körpergröße: ca. 28 cm
Balz: Mai
Gelege: 5 bis 7 glänzende, weiße Eier
Brutzeit: etwa 3 Wochen
Aufzuchtzeit: bis Ende Juli
Lebensraum: offene, sonnige Landschaften mit einzelnen Bäumen und Hecken, Steilwände und Abbruchkanten in Sand-, Kies- und Lehmgruben
Nahrung: Wespen, Hummeln, Bienen, Hornissen, Libellen, Käfer
Merkmale: Kopf, Nacken, Rücken und Flügel rostbraun; weißlich-gelbliche Kehle; helle Blässe; schwarzer Augenstreif; Unterseite blau-türkis; langer, leicht gebogener Schnabel; Schwanzspieß bei Altvögeln

Ihre Brutröhren sind bis zu 2 m lang und haben einen Durchmesser von ca. 4 cm. (Bild: Dieter Hopf)

Die rein weißen Eier sind durchschnittlich 2,5 cm lang und 2 cm breit. (Bild: wikimedia.de)

Nur Altvögel wie dieser haben verlängerte mittlere Schwanzfedern – den Schwanzspieß. (Bild: Reinhard Lodzig)